Gemeinde

Jonen Kurzportrait

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Jonen, eine Gemeinde zum Verweilen und Verlieben. Attraktive, ruhige und überschaubare Landgemeinde im Kelleramt mit fantastischem Ortsbild. Unweit von Bremgarten (8 km), Zürich (16 km) und Zug (21 km). Gehobene Wohn- und Lebensqualität dank vielfältigem Angebot an Dienstleistungen auf dem öffentlichen und privaten Sektor. Anschluss an S-Bahn nach Zürich ab Hedingen oder Affoltern am Albis. Zahlreiche kleine und mittlere Gewerbebetriebe. Grosse Vielfalt an Vereinen. Standort der Kreisschule Kelleramt (Real- und Sekundarschule für die Gemeinden Arni, Jonen, Oberlunkhofen, Rottenschwil und Unterlunkhofen) und der Wallfahrtskapelle Jonental (bedeutendster Marienwallfahrtsort im Kanton Aargau). Der ländlich intakte Lebensraum und die immer kürzeren Wege in die grossen Zentren werden die Gemeinde in Zukunft noch attraktiver machen.

Aus der Dorfgeschichte

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Aus der Dorfgeschichte: Am Ausgang des Tobels, das der Bach vom Albis zur Reuss gefressen hat, liegt das Dorf Jonen. Als "Jonun“ ist es erstmals erwähnt in einer Habsburgerurkunde aus dem Jahre 1243. Gräberfunde im Litzi und in den umliegenden Gemeinden zeigen, dass das Gebiet spätestens in der Hallstattzeit (ältere Eisenzeit) besiedelt wurde. Die Villa im Schalchmatthau auf der Grenze Oberlunkhofen/Jonen zeugt von der Anwesenheit der Römer. Wiederholte Gräberfunde im Gebiet der einstigen Käppelireben lassen erkennen, dass die Alemannen schon im 7. Jahrhundert in unsere Gegend zogen.

Jonen gehörte einst zum Kellerhof Lunkhofen, der im Frühmittelalter dem Kloster St. Leodegar in Luzern geschenkt wurde. Im Jahre 1291 wurde dieses Kloster mit all seinen Gütern an Rudolf von Habsburg verkauft. Die Habsburger bildeten aus den Dörfern Jonen, Ober- und Unterlunkhofen und Arni-Islisberg einen eigenen Verwaltungsbezirk, das Kelleramt. Als Untertanen hatten die Kellerämter ein eigenes “Recht“ und ein Zivilgericht mit einem selbstgewählten “Untervogt“ als Präsidenten und vier “Fürsprechern“ als Richter. Es tagte viermal im Jahr in der Taverne “zur Muttergottes“ in Jonen. Diese Wirtschaft war im Mittelalter die einzige zwischen Ziegelbach beim Geisshof Unterlunkhofen und Cham und hatte das alleinige Back- und Metzgrecht. Als im Jahre 1415 die Eidgenossen den Aargau eroberten, kam das Kelleramt an die Stadt Zürich. Diese überliess die Niedere Gerichtsbarkeit der Stadt Bremgarten. Bei der Reformation neigten die Kellerämter zum neuen Glauben, kehrten aber nach der 2. Schlacht bei Kappel 1531 mit Bremgarten wieder zum alten Glauben zurück. Im Jahre 1803 wurde das Kelleramt dem neuen Kanton Aargau und dem Bezirk Bremgarten zugeteilt. Die vier Gemeinden bilden nun zusammen mit Oberwil den Kreis Lunkhofen. Die einst selbständigen Aussenhöfe Obschlagen, Litzi und Mörgeln wurden zu Anfang der Neuzeit ins “Dorfrecht“ Jonen aufgenommen.

Am 1. September 1811 wurde Jonen von einem verheerenden Dorfbrand heimgesucht. Innert zwei Stunden gingen zwei Drittel des Dorfes in Flammen auf, 266 Personen waren obdachlos.

Kirchlich gehörte Jonen anfänglich zur Pfarrei Lunkhofen, besass aber schon vor 1598 eine kleine Dorfkapelle. Diese wurde 1804 durch eine grössere ersetzt. Nach der Errichtung einer eigenen Pfarrei Jonen im Jahre 1866, wurde die Kapelle zur Pfarrkirche, 1910 um Chor und Turm erweitert und mit fünf neuen Glocken ausgestattet. Die letzte gründliche Innen- und Aussenrenovation erfolgte 2001. Im Jonental stand schon im Mittelalter eine kleine Kapelle. In der heutigen Form wurde sie 1735 erbaut. Sie bildet ein sehenswertes Bauwerk kirchlicher Barockkunst und ist ein vielbesuchter Wallfahrtsort.

Ein erstes Schulhaus wurde 1808 gebaut. Das 1853/55 errichtete Schulhaus wurde 1936 und 1978 renoviert. Im Jahre 1936 wurde eine erste Turnhalle gebaut und die Sekundarschule eingeführt. Im Jahre 1972 konnte ein neues Oberstufenschulhaus und im Jahr 1996 ein zweites eingeweiht werden. So wurde Jonen zum Kreisschulort für die Oberstufe; einzig die Bezirksschüler müssen nach Bremgarten gehen.

Die Bevölkerung arbeitete früher fast ausschliesslich in der Landwirtschaft. Es gab nur einige der Landwirtschaft zugeordnete Handwerke. 1989 waren noch 28 Landwirte aktiv tätig. Da keine Bahnverbindung besteht, gab es keine grössere Industrie. Einzig einige Gewerbebetriebe haben sich angesiedelt. Die meisten Einwohner verdienen ihr tägliches Brot auswärts in den Industrieballungszentren.

Jahrzehntelang blieb die Bevölkerungszahl konstant zwischen 500 und 600. Ab 1960 machte sich der Druck der Agglomeration Zürich bemerkbar. Im Sommer 1987 wurde der 1000. Einwohner registriert. Heute zählt Jonen 1850 Einwohner (Entwicklung der Einwohnerzahl ab 1972; Altersbaum per 31.12.2009).

Der Bau der Abwasserreinigungsanlage und der Kanalisationsleitungen ermöglichte ab 1968 in der durch den Zonenplan ausgeschiedenen Bauzone die Erstellung von Einfamilienhäusern. Mit der Nachbargemeinde Ottenbach wurde 1969 eine Kläranlage und 1978 eine Schiessanlage erstellt. Im Jahre 1982 konnte ein Mehrzweckgebäude mit Turnhalle, Gemeindeverwaltung und Militärunterkunft sowie ein Kindergartengebäude eingeweiht werden, und 1985 wurde in neues Feuerwehrmagazin errichtet. 1989 konnte endlich mit dem lange geforderten Ausbau der Durchgangsstrasse mit Trottoirs begonnen und 1999 abgeschlossen werden.

Ein reges Vereinsleben fördert das gute Einvernehmen der Alteingesessenen untereinander und mit den zahlreichen Neuzuzügern.

 

Wappen

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Jonen, Bezirk Bremgarten

 
   


 

Blasonierung
Durch weissen Wellenpfahl gespalten von Blau mit drei pfahlweise gestellten sechsstrahligen weissen Sternen und von Rot mit linksgekehrtem weissem Schlüssel.

Gemeindefarben
Blau-Weiss.

Herkunft und Deutung des Wappens
Um 1805 löste die Gemeinde Jonen die Wappenfrage, indem sie mit Motiven aus den Wappen des Kantons und des Kelleramtes ein eigenes Wappen zusammenstellte. Die drei Sterne des Kantons und der Schlüssel des zürcherischen Kelleramtes wurden pfahlweise gestellt. Sie beseiten den die Reuss oder den Jonenbach symbolisierenden Wellenpfahl. Das ergibt ein optisch ausgewogenes Bild. Als 1909 Turm und Chor der Pfarrkirche umgebaut wurden, malte man das Gemeindewappen mit drei Blumen anstatt drei Sternen an den Chorbogen, was lange Zeit zu Unsicherheiten führte. So enthält das Heft 13 der Hag Wappenmarken um 1926 drei weisse Rosen mit gelben Butzen (Samenkapseln). Auf Empfehlung der Wappenkommission vom 27. Mai 1958 entschied sich der Gemeinderat für die Beibehaltung der Sterne und das Wappen in der heutigen Form.

 

Siegel 1811   Ovalsiegel mit bekränztem Wappenschild. Dieser durch weissen Wellenpfahl gespalten von Blau mit drei pfahlweise gestellten sechs- strahligen weissen Sternen und von Rot mit linksgekehrtem weissem Schlüssel. Umschrift:
KANTON AARGAU BEZIRK BREMGARTEN GEMEINDRATH IONEN. Oval, 35:30 mm.

 

Jonen in Zahlen

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Höhe über Meer

398.32 m.ü.M. (Post)

Tiefster Punkt

380 m.ü.M.

Höchster Punkt

559 m.ü.M

Spitze Kirchturm

431.36 m.ü.M.

Fläche

569.6552 ha, davon 155.65 ha Wald

Länge der Gemeindegrenze

12.2 km

Einwohnerzahl

1850, davon 205 Ausländer (Stand am 31. Dezember 2009)

 

Steuern und Finanzen

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Steuerfüsse 2010

Kanton Aargau

109 %

Gemeinde Jonen

95 %

Röm.-Kath. Kirchgemeinde

24 %

Ref./prot. Kirchgemeinde

14 %

Christ- Kath.

23 %

 

Die wichtigsten finanziellen Eckdaten der Gemeinde Jonen per 31.12.2009:

Ertragsüberschuss

Fr. 1 122 733.-

Kassenzufluss (Eigenfinanzierung)

Fr. 1 122 733.-

Nettoinvestitionen

Fr. 1 014 511.-

Finanzierungsüberschuss/Vermögenszunahme

Fr. 108 222.-

Nettovermögen Fr. 4 688 129.-
Nettovermögen pro Einwohner Fr. 2 544.-
Steuerertrag pro Einwohner Fr. 2 602.-

 

Literaturen

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Interessieren Sie sich näher über die Geschichte unseres Dorfes? Wir haben im Angebot (für Bestellungen bitte Kontaktformular verwenden):

"Jonen – Aus der Vergangenheit von Dorf und Pfarrei"; 211 Seiten, zweite erweiterte Auflage, 1991, verfasst von Pfr. Walter Bürgisser, Ehrenbürger von Jonen

Fr. 45.–

 

"Es bsonders Volk; Obschlagen, Litzi, Mörgeln – die Aussenhöfe von Jonen"; 168 Seiten, zweite erweiterte Auflage 2002, verfasst von Max Widler und 1998/2002 erschienen im Eigenverlag des Verfassers

Fr. 46.–

 

"Wallfahrtskapelle Jonental – Pfarrkirche Jonen", Broschüre 42 Seiten, 1. Auflage 2005, verfasst von Dr. phil. Lothar Emanuel Kaiser, Malters; erschienen im Kunstverlag Josef Fink; Herausgeber: Kath. Kirchgemeinde Jonen

Fr. 7.--

Erhältlich bei der Finanzverwaltung der Kath. Kirchgemeinde Jonen,
Fam. D. Lang-Widler,
Tel. 056 634 45 06 oder da_lang@bluewin.ch

 

Feiertage

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Folgende Feiertage sind im Bezirk Bremgarten und damit in der Gemeinde Jonen im Sinne des Arbeitsgesetzes den Sonntagen gleichgestellt:

Neujahr, Karfreitag, Auffahrt, Fronleichnam, Maria Himmelfahrt, Allerheiligen, Weihnacht, Stephanstag.
 

In Jonen gibt's auch einen Vita-Parcours

In Jonen gibt's seit vielen Jahren auch einen Vita Parcours. Er umfasst 15 Übungsposten, die sich auf eine markierte Laufstrecke von 2.5 km verteilen. Die Übungen wurden in Zusammenarbeit mit der Eidg. Sportschule Magglingen und anderen Fachkreisen erstellt. Die verschiedenen Posten bilden eine Auswahl von Beweglichkeits-, Geschicklichkeits-, Ausdauer- und Kraftübungen. Bei jedem Posten stehen mehrere Übungen zur Auswahl, die zum Teil auch verschiedene Schwierigkeitsgrade aufweisen. Der Start des Parcours, der jeden Tag rund um die Uhr gratis für Sie offen ist, befindet sich beim Parkplatz Richtung Obschlagen. Der Unterhalt der Anlage obliegt dem Forstbetrieb Kelleramt. Die Trägerschaft, die Einwohnergemeinde Jonen, wünscht viel Spass oder einfach gute Erholung im Joner Wald.

Jonen entdecken – Fotogalerie

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Jonen – man muss es nur entdecken! Machen Sie mit uns einen kleinen Spaziergang durchs Dorf. Hier eine kleine Auswahl unserer bescheidenen Schönheiten:

Willkommensgruss Ortstafeln

Die Ortstafeln an den beiden Dorfeingängen. Mit dem freundlichen Willkommensgruss sollen sie den Reisenden grüssen, den Festbesucher empfangen und uns selber immer wieder erfreuen. Die Ortstafeln haben eine zweifache Aufgabe: einerseits weisen sie als Visitenkarte auf die Besonderheit unseres Dorfes hin, das Jonental, aber auch auf den ländlichen Charakter, den wir erhalten wollen. Anderseits dienen die Ortstafeln aber auch als Plakatwand für Veranstaltungen jeglicher Art im Dorf. Zu diesem Zweck enthalten sie ein auswechselbares Element im Format 130 cm x 90 cm. Wenn im Dorf nicht gerade etwas "los" ist, wird der Plakatteil mit einer Tafel, enthaltend die weitere Dorfsilhouette, überdeckt, bis er wieder für einen Festanlass gebraucht wird. Die gemeinnützigen Vereine und Organisationen im Dorf sind herzlich eingeladen, bei Anlässen die Ortstafeln als Plakatwand zu benutzen. Die zum einmaligen Gebrauch bestimmten Ankündigungstafeln (Foam-Platten 895 x 1220 x 5 mm) können gratis beim Bauamt bezogen werden.

 

Wallfahrtskapelle Jonental

Die Kapelle Jonental, erbaut im Jahr 1735, gilt heute als der bedeutendste Marienwallfahrtsort im Kanton Aargau. Sie ist aber auch weit über die Kantonsgrenze hinaus bekannt. Seit der letzten stilgerechten Innenrenovation im Jahre 1994/95 und der letzten Aussenrenovation im Jahre 2005 suchen auch Kunstbefliessene gern diesen Ort auf. Auch als Hochzeitskirche ist die Kapelle sehr begehrt. Für Auskünfte und Reservationen wenden Sie sich bitte an die Sigristenfamilie Germann-Stössel, Tel. 056 634 14 08. Achtung: Keine Zufahrt mit PW und anderen motorisierten Fahrzeugen.

 

Gemeindehaus

erbaut 1981/82
Hier finden Sie die Zentralen Dienste (Gemeindekanzlei), den Kundendienst Einwohner, die Arbeitsvermittlung, die Abteilungen Steuern und Finanzen sowie das Forstbüro des Forstbetriebes Kelleramt. Extern geführt werden folgende Ämter: Sektionschef (in Oberlunkhofen), Zivilstandsamt, Betreibungsamt und Zivilschutzstelle (alle in Bremgarten).

 

Taverne

Im Vordergrund die Taverne "Zur Muttergottes" (Eigentum der Gemeinde Jonen), im Hintergrund die katholische Pfarrkirche "Franz Xaver", die im Jahr 2001 innen und aussen vollständig restauriert worden ist.

 

Schul- und Mehrzweckanlagen

Teilansicht der Schulanlagen

 

Ortsbildschutz

Blick vom "Ruetig" über den Dorfkern "Winkel". Das Dorf und die Aussenweiler "Obschlagen" und "Litzi" sind im ISOS (Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz, Teil Kanton Aargau, Dorf Jonen im Band 1, Weiler Obschlagen und Litzi im Band 2) enthalten.

 

Sennhüttenstrasse

"Altehrwürdige Häuser" entlang der Sennhüttenstrasse

 

Weid

Teilansicht des Dorfes aus Blickrichtung Süden

 

Mühle

Mühle- und Löwen-Komplex, ein besonderer Genuss für das Auge. Imposante und vielfotografierte Häusergruppe.

 

Aussenweiler

Obschlagen, Litzi und Mörgeln, die drei Aussenweiler von Jonen. Ihnen ist im Zusammenhang mit der Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland Jonen eine besondere Bedeutung zugekommen.

 


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