Umverlegung Kantonsstrasse K405 Jonen–Litzi–Hedingen auf den Chriesiweg

Mitteilung vom


Seit den 1970er-Jahren ist die Umverlegung der Kantonsstrasse K405, welche vom Dorf Jonen über das zwischenzeitlich dichtbesiedelte Wohnquartier "Bühl" zu den Weilern "Litzi" und "Mörgeln" nach Arni oder als Ortsverbindung nach Hedingen ZH führt, angedacht und soll nun aufgrund der in den letzten Monaten und Jahren massiv gestiegenen Verkehrszunahme mit hoher Dringlichkeit angegangen werden. Die neue Kantonsstrasse soll künftig über den rund 200 m nördlich im Gewerbegebiet liegenden "Chriesiweg" führen. Das neue Strassentrasse wurde im Zuge der Güterregulierung auf eine Breite von 9 m und stellenweise noch breiter ausgeschieden. Das künftige Strassentrasse ist also bereits im Besitz des Kantons. Als Vorleistung für die neue Kantonsstrasse K405 wurde vor rund 10 Jahren im Zuge der dritten und letzten Etappe des Innerortsausbaus der K262 Jonen der Kreisel erstellt. Nach dem Ausbau des Chriesiweges soll die jetzige Litzistrasse K405 als reine Quartierstrasse dienen und ab Strangenweg bis zur Abzweigung zum Weiler "Obschlagen" durch flankierende Massnahmen für den motorisierten Verkehr "undurchlässig" ausgestaltet werden.

Zum genannten Projekt fanden Ende Februar 2019 zwischen den zuständigen kantonalen Fachstellen und dem Gemeinderat konkrete Gespräche statt. Im Nachgang dazu hat der Gemeinderat gegenüber den kantonalen Instanzen schriftlich bestätigt:

  1. dass die Gemeinde Jonen die Umverlegung der Kantonsstrasse K405 will und unterstützt;
  2. die Planung zeitnah starten soll;
  3. dass sich die Gemeinde Jonen im Rahmen der Gesetzgebung an den Kosten beteiligt (vorbehalten bleiben die entsprechenden Kreditbeschlüsse durch die Gemeindeversammlungen);
  4. dass die Gemeinde Jonen die "alte" K 405 im jetzigen Zustand in das Eigentum der Einwohnergemeinde Jonen übernehmen wird.

Als nächsten Schritt erwartet der Gemeinderat die Bestätigung der Planungsaufnahme, ein Terminprogramm und zu Handen des Finanzplans Angaben zu den mutmasslichen Kosten, welche für Kanton und Gemeinde gesamthaft entstehen und welche Kostenanteile für die einzelnen Phasen der Planung, Projektierung und Ausführung auf die Gemeinde entfallen werden. Schon heute steht fest, dass es bis zur "Inbetriebnahme" der neuen Kantonsstrasse noch mehrere Jahre dauern wird. Zur möglichen Reduktion des Verkehrs prüft der Gemeinderat deshalb (Übergangs-) Varianten mit dem Ziel, für Motorfahrzeuglenker, welche für den Weg von Jonen in Richtung Zürich die nicht ungefährliche und vielfach unübersichtliche Route über die Weiler "Litzi" und "Mörgeln" und weiter nach Arni wählen, diesen Schleichweg unattraktiv zu gestalten, wenn doch via Oberlunkhofen nach Arni breit ausgebaute und sichere Kantonsstrassen zur Verfügung stehen. Denkbar wäre beispielsweise für den Weiler "Mörgeln" ab Litzi nach Arni und umgekehrt – samt aller betroffenen Nebenstrassen – ein Fahrverbot für Motor- und Lastwagen (Zubringerdienst gestattet), wodurch sich auch das Verkehrsaufkommen im Gebiet "Bühl" mindestens um den besagten Schleichverkehr reduzieren würde. Und dennoch bliebe die unabdingbare Durchfahrt über das Litzi nach Hedingen Bahnhof weiterhin intakt. Im Sinne einer Mitwirkung sind zu diesen Überlegungen Inputs aus der (hauptsächlich) betroffenen Bevölkerung an den Gemeinderat Jonen, Schulhausstrasse 3, Jonen, oder auf Email gemeinderat@jonen.ch bis 30.4.2019 erwünscht.