Verlegung Fussgängerstreifen bei der Taverne – Planung Begegnungszone Tempo20 Dorfstrasse

Mitteilung vom


Verschiedene Einwohner bemängeln die Sichtverhältnisse, Signalisation und mangelhafte Beleuchtung sowie die – vor allem für Kinder – schwer einschätzbare Situation mit den auf beiden Seiten einmündenden Gemeindestrassen beim Fussgängerstreifen über die Kantonsstrasse bei der Taverne. Zudem überstreicht der Bus beim Anfahren an die Bushaltestelle den Warteraum des Fussgängerstreifens. Die kantonalen Fachstellen schlagen deshalb eine Verschiebung des Fussgängerstreifens um rund 34 m Richtung Oberlunkhofen vor. An dieser Örtlichkeit könne auf beiden Seiten, jeweils in beide Richtungen, die erforderliche Sichtweite deutlich erreicht werden und alle weiteren Vorgaben würden ebenfalls erfüllt, sofern auch die Beleuchtung auf der Ostseite und die Signalisation ergänzt werden sowie teilweise auch die Hecke auf der Westseite zwischen Fussweg und Fahrbahn entfernt wird.

Der Gemeinderat ist willens, das Verkehrssicherheitsproblem anzugehen und zu lösen. Die vorgeschlagene Verschiebung des Fussgängerstreifens Richtung Norden löst indessen keine Begeisterung aus, zumal Fussgänger ab Weingasse in Marschrichtung Dorfstrasse den "neuen" Fussgängerstreifen mit grosser Sicherheit nicht benützen, sondern die Kantonsstrasse über den "bisherigen" Fussgängerstreifen queren und nicht den "Umweg" nehmen würden. Der Gemeinderat evaluiert deshalb Alternativen. Er beabsichtigt schon länger, die Dorfstrasse verstärkt an die Bedürfnisse der verschiedenen Verkehrsteilnehmer anzupassen und sie deshalb im Perimeter zwischen Kantonsstrasse und Lettenstrasse in eine Begegnungszone umzuwandeln. Er hat zu diesem Zweck ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben. Die Dorfstrasse wurde in den letzten Jahren umgebaut. Der hochwertig gestaltete Strassenraum präjudiziert in gewissem Masse die Einrichtung einer Begegnungszone. Ebenso soll die Zentrumsfunktion der Dorfstrasse akzentuiert werden, damit das Einkaufen attraktiver gestaltet wird und das aktive Dorfleben unterstützt werden kann.

Speziell an der Dorfstrasse ist im Übrigen, dass trotz vergleichsweise hohem Fussgängeraufkommen (Dorfzentrum, Einkaufen, Wanderweg), kein richtiges Trottoir ausgebildet ist. Diese fehlende Trennung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer kann, in Kombination mit der Senkrechtparkierung direkt an der Strasse, bei Tempo 50 zu gefährlichen Situationen führen. In einer Begegnungszone dürfen Fussgänger die ganze Verkehrsfläche benützen und haben überall Vortritt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h und Parkieren ist nur an den gekennzeichneten Stellen erlaubt.

Nach Vorliegen des Fachtgutachtens wird die Bevölkerung informiert und das weitere Vorgehen festgelegt.